Ein Folgeverbundwerkzeug führt mehrere Schneid- und Umformoperationen aus, während Bandmaterial bei jedem Pressenhub um einen festen Vorschub weiterläuft. Alle Stationen arbeiten gleichzeitig; an der letzten Station wird ein Fertigteil getrennt.
Hohe Leistung verlangt ein abgestimmtes System aus Streifenbild, Träger, Pilotierung, Schrottabfuhr, Vorschubüberwachung und Wartungszugang.
Wie werden die Stationen geplant?
Die Planung erfolgt vom Fertigteil rückwärts. Ingenieure analysieren Schnittbereiche, Umformreihenfolge und den Einfluss jeder Verformung auf benachbarte Operationen.
Pilotieren, Beschneiden, Vorbiegen, Formen, Kalibrieren und Trennen können einzelne Schritte bilden. Zu viele Stationen erhöhen Größe und Kosten; zu wenige gefährden Qualität und Standzeit.
Vorteile der Folgeverbundtechnik
Der wirtschaftliche Nutzen hängt von Jahresmenge, Materialverbrauch und Projektlaufzeit ab und sollte über die Gesamtbetriebskosten bewertet werden.
- Potenzial für ein Fertigteil pro Pressenhub
- Wiederholbare Fertigung mit wenig Handhabung
- Mehrere Schneid- und Umformschritte in einem Werkzeug
- Geringe direkte Arbeitskosten bei hohen Mengen
- Integration von Bandanlage, Sensorik und Teilezählung
Welche Teile sind geeignet?
Kleine bis mittlere Großserienteile, die sicher im Streifen geführt werden können, sind gute Kandidaten—beispielsweise Halter, Clips, Kontakte sowie Automobil- und Hausgeräteteile.
Tiefgezogene Geometrien oder Teile mit freier Neupositionierung eignen sich oft besser für Transferwerkzeuge. Simulation und Pressenprüfung sichern die Auswahl ab.
Konstruktion und Herstellung
Der Ablauf reicht von Machbarkeitsprüfung und Streifenplanung über Detailkonstruktion, CNC- und Erodierbearbeitung bis Montage, Pressenversuch, Messbericht und Serienfreigabe.
- Prüfung von Modell und Zeichnung
- Operationsfolge und Streifenbild
- Werkzeugsatz und Führung
- Fräsen, Erodieren und Schleifen
- Montage, Spalt- und Sensorprüfung
- Pressenversuch und Messbericht
- Korrektur, Musterfreigabe und Serienanlauf
