Bei der Blechteile-Fertigung werden Tafeln oder Bänder durch Schneiden, Lochen, Biegen und Formen in die zeichnungsgerechte Geometrie überführt. In der Serie muss das Ergebnis innerhalb der Toleranzen dauerhaft wiederholt werden.
Werkzeug, Presse, Rohmaterial, Vorschub, Prozessparameter und Prüfplan bilden deshalb ein gemeinsames Fertigungssystem. Stückkosten umfassen auch Ausnutzung, Ausschuss, Wartung und Folgeoperationen.
Verfahren der Blechumformung
Operationsfolge und Verfahren hängen von Geometrie, Werkstoff und Oberfläche ab.
- Ausschneiden trennt die Außenkontur
- Lochen erzeugt Öffnungen und Schlitze
- Biegen bildet Winkel und Flansche
- Tiefziehen erzeugt räumliche Formen
- Prägen und Kalibrieren erhöhen die lokale Genauigkeit
- Beschneiden erzeugt die Endkante nach dem Formen
Warum müssen Presse und Werkzeug zusammenpassen?
Presskraft, Tischgröße, Einbauhöhe, Hub, Geschwindigkeit und Vorschubrichtung müssen zum Werkzeug passen. Eine ungeeignete Presse verursacht auch bei gutem Werkzeug Qualitätsstreuung, Verschleiß und Sicherheitsrisiken.
Wie bleibt die Serienqualität stabil?
Prüfpläne definieren Wareneingang, Erstteilfreigabe, Messintervalle und Reaktionsgrenzen. Gratwachstum, Vorschubfehler, Oberflächenschäden und Maßdrift dienen als Prozesssignale.
Vorbeugende Wartung, rückverfolgbare Materiallose und kalibrierte Messtechnik sichern die Stabilität.
Was beeinflusst die Stückkosten?
Materialausnutzung, Takt, Automatisierung, Losgröße, Werkzeugwartung, Prüfung, Verpackung und Logistik wirken auf die Stückkosten. Höhere Pressengeschwindigkeit senkt die Gesamtkosten nicht, wenn Ausschuss oder Stillstand steigen.
